Orkan

Hinweise für alle Reisenden und Belgier, die sich im Ausland in einem Gebiet aufhalten oder leben, in denen Orkane auftreten können

Jedes Jahr werden vor allem die Karibik und der südostasiatische Raum von heftigen Tropenstürmen und Orkanen (in Asien Taifune) heimgesucht. Jeder Orkan ist ein Beweis dafür, welche Zerstörungen dieses Naturphänomen anrichten kann.

Wird ein Orkan angekündigt, sollte vor allem die Wetterentwicklung in der Region aufmerksam mitverfolgt werden. Diese Informationen sind auf folgenden Internetseiten abrufbar: www.weather.com und www.nhc.noaa.gov  für die Vereinigten Staaten und die Karibik sowie das Joint Typhoon Warning Center für Asien.
Auskünfte erhalten Sie ferner beim belgischen Königlichen Meteorologischen Institut: Telefon: 0900/27349 - E-Mail: rmi_info@oma.be .

Der beste Schutz gegen die Gefahren, die von diesen Naturereignissen ausgehen (Sturmfluten, Überschwemmungen im Landesinnern und starke Stürme), ist vor allem eine angemessene Vorbeugung. Diejenigen, die in einem Risikogebiet leben oder sich dorthin begeben, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Allgemeine Hinweise für Kurzaufenthalte (Reisen)

  • Reisende müssen in Betracht ziehen, dass bei einem Orkan oder einem starken Sturm Flüge annulliert werden können. Informieren Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter oder bei der entsprechenden Fluggesellschaft.
  • Verfolgen Sie die Wetterlage im Radio genau mit und achten Sie auf die Sonderwettermeldungen. Nehmen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Reiseveranstalter Kontakt auf und informieren Sie sich, welche Maßnahmen er eventuell bereits ergriffen hat.
  • Das Infrastruktur- und Kommunikationsnetz wird durch Stürme und Orkane gewöhnlicherweise stark in Mitleidenschaft gezogen (kein Strom, Kommunikation per Telefon oder E-Mail stark gestört). In diesem Fall kann es sehr schwierig sein, mit Angehörigen und Bekannten zuhause bzw. im Ausland Kontakt aufzunehmen. Informieren Sie nach einem Orkan zunächst Ihre Angehörigen in Belgien oder schicken Sie einem Bekannten eine SMS, der diese Nachricht weiterleiten soll. Sollte dies nicht gelingen, können Sie sich immer an die nächstgelegene diplomatische Vertretung wenden.
  • Bei starken Tropenstürmen werden vorbeugend und zur Begrenzung der Schäden häufig die Wasser- und Stromversorgungsnetze abgeschaltet. Es wird Reisenden deshalb geraten, Nahrung und Trinkwasser bereitzustellen, die für einige Tage reichen (siehe auch Notfallset im Katastrophenfall).
    Bei Problemen vor Ort können sich belgische Staatsangehörige immer an eine belgische Botschaft bzw. ein belgisches Konsulat wenden.

Allgemeine Hinweise für längere Aufenthalte

Wenn Sie im Ausland leben, sollten Sie die belgische Botschaft oder das belgische Konsulat in Ihrem Aufenthaltsland informieren, dass Sie dort ansässig sind.

Evakuierung oder nicht?

Wenn Sie in einem Gefahrengebiet leben oder sich dort aufhalten, stellt sich die Frage nach der Evakuierungsmöglichkeit oder sogar der Zwangsevakuierung.
Im Allgemeinen werden die lokalen Behörden vor allem für die Bewohner von Küstenregionen, von niedrig gelegenen Regionen und Gebieten, in denen Hochwassergefahr besteht, sowie für Menschen, die in nicht orkansicheren Häusern leben (z.B. Fertighäuser oder stationäre Wohnwagen), eine Zwangsevakuierung verfügen.

Befolgen Sie unverzüglich eine von den zuständigen Behörden verfügte/empfohlene Evakuierung. 

Weitere Hinweise im Fall einer Evakuierung

  • Wählen Sie einen sicheren Zufluchtsort aus, der nicht zu weit entfernt liegt, um Verkehrsprobleme zu vermeiden. Finden Sie heraus, welche „Unterschlupfmöglichkeit“ oder welches Hotel bzw. Motel außerhalb der Gefahrenzone am nächsten liegt und markieren Sie den Weg dorthin im Voraus auf einer Karte.
  • Vergewissern Sie sich, dass das Haus richtig abgeschlossen ist, alle Fenster und Türen verriegelt sind und von allen elektrischen Geräten die Stecker herausgezogen sind.
  • Tanken Sie vor Abfahrt Ihr Auto voll und heben Sie gegebenenfalls Geld vom Geldautomaten ab.
  • Nehmen Sie alle notwendigen Medikamente sowie alle anderen wichtigen medizinischen Hilfsmittel (z.B. Brillen) mit.
  • Fahren Sie rechtzeitig los und warten Sie nicht, bis alle die Flucht antreten, denn dann besteht die Gefahr, dass Sie die Gefahrenzone nicht mehr rechtzeitig verlassen können.
  • Verfolgen Sie die Wetterlage im Radio genau mit und achten Sie auf die Sonderwettermeldungen.
  • Erstellen Sie gegebenenfalls einen anderen Plan für Ihre Haustiere, da sie eventuell an dem Ort, an dem Sie unterkommen möchten, nicht erlaubt sind.

Für diejenigen, die zuhause bleiben

Im Folgenden einige nützliche Vorsichtsmaßnahmen für diejenigen, die nicht evakuiert werden (müssen).

Maßnahmen und Hinweise (vor der Orkansaison)

  • Verstärken Sie wenn notwendig Ihr Haus: Schwachpunkte sind häufig Garagentore. Stellen Sie sicher, dass sie starkem Wind standhalten. Verstärken Sie auch alle Fenster und Türen;
  • Sehen Sie eine Notbeleuchtung vor;
  • Sehen Sie einen „sicheren Raum“ vor (ein Ort oder ein Zimmer ohne Fenster oder Außentüren), in dem Sie während des Orkans Schutz finden können. In einigen Fällen befinden sich die sichersten Plätze nicht im Haus selbst, sondern anderswo in Ihrem Ort/in Ihrer Stadt.
  • Stellen Sie sicher, dass Großpflanzen in Ihrem Garten sowie die Bäume auf den angrenzenden Grundstücken keine Gefahr darstellen. Schneiden Sie von allen Bäumen abgestorbenes oder schwaches Holz sowie herunterhängende Zweige ab. Alle nicht befestigten Gegenstände in der Nähe Ihres Hauses stellen ein potenzielles Risiko dar!
  • Stellen Sie einige Eimer und Wischtücher bereit. Auch ein kleiner Werkzeugkasten sollte immer in Reichweite sein.
  • Bestimmen Sie die Notausgänge, durch die Sie das Haus verlassen können. Legen Sie Orte fest, an denen Sie sich versammeln können.
  • Bestimmen Sie einen Angehörigen oder Bekannten, der nicht im Gefahrengebiet lebt, als ausschließliche Kontaktperson.
  • Bewahren Sie alle Notrufnummern in der Nähe Ihres Telefons auf und bringen Sie Ihren Kindern bei, wie und wann diese Notrufnummern angerufen werden müssen.
  • Stellen Sie einen Notfallset für Stürme zusammen.
  • Halten Sie in Ihrer Nähe immer ein tragbares Radio bereit und wechseln Sie, wie auch beim Rauchmelder, die Batterien alle sechs Monate aus.
  • Nehmen Sie eventuell an Erste-Hilfe-, Wiederbelebungs- oder anderen nützlichen Kursen teil.

Bei Ankündigung eines Sturms/Orkans

  • Hören Sie sich den Wetterbericht im Radio an und/oder achten Sie auf die Warnhinweise der Botschaft;
  • Befolgen Sie die Empfehlungen der (lokalen) Behörden genau;
  • Lassen Sie Ihre Kinder nicht allein;
  • Stellen Sie alles, was vom Wind weggeweht werden kann, ins Haus;
  • Schließen Sie alle Fenster und Türen gut zu. Vernageln Sie sie gegebenenfalls mit Holzplatten.
  • Halten Sie die Telefonleitung frei, damit die Rettungsdienste Sie erreichen können. Wenn Sie Angehörige in Belgien haben, sollten Sie Ihnen eine Nachricht zukommen lassen und sie bitten, diese weiterzuleiten.

Kurz vor dem Sturm/Orkan

  • Begeben Sie sich in den „sicheren Raum“ oder in einen der von den Einsatzkräften genannten Unterschlupfe;
  • Löschen Sie alle Kerzen, Kaminfeuer und sonstige Feuer;
  • Achten Sie auch weiterhin auf die Informationen im Radio.

Während des Sturms/Orkans

  • Halten Sie sich nicht in der Nähe von Fenstern auf;
  • Versuchen Sie nicht, aus dem Haus zu gehen, um Fenster oder Dächer zu reparieren;
  • Ziehen Sie von allen elektrischen Geräten den Stecker heraus.

VERLASSEN SIE DEN SICHEREN RAUM ERST, WENN IM RADIO ENTWARNUNG GEGEBEN WIRD, auch wenn der Wind abgenommen hat (denn im Auge des Orkans ist nur wenig oder überhaupt kein Wind).

Nach dem Sturm/Orkan

  • Berühren Sie keine Kabel oder Stromleitungen, die auf die Erde gefallen sind;
  • Nehmen Sie mit der nächstgelegenen belgischen Vertretung (Botschaft bzw. Konsulat) Kontakt auf. Teilen Sie dort Ihren Gesundheitszustand mit und informieren Sie sich über die zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen.

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