Belgien in den Sicherheitsrat gewählt: Belgische Glaubwürdigkeit wird belohnt!

Die belgische Regierung begrüßt die Wahl Belgiens in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Ab dem 1. Januar wird unser Land zum sechsten Mal in seiner Geschichte ein nichtständiges Mitglied sein.  Unser Land wird diese wichtige Verantwortung für zwei Jahre (2019-2020) gemeinsam mit Deutschland, Südafrika, der Dominikanischen Republik und Indonesien sowie den zehn weiteren Mitgliedern des Sicherheitsrates übernehmen.

Das Motto unserer Kampagne lautete „Konsens bilden. Für den Frieden eintreten“. Ein Motto, das tief in unserer DNS verankert ist, nämlich Brücken zwischen Ländern, zwischen Gemeinschaften, zwischen Gruppen zu bauen und die Suche nach Kompromissen, so schwierig sie auch sein mögen, sowie nach Lösungen, die alle Beteiligten zufrieden stellen können.

Belgien tritt dem Sicherheitsrat an einem Wendepunkt bei, zu einem Zeitpunkt, da der Multilateralismus nicht mehr allen selbstverständlich erscheint und von einigen sogar infrage gestellt wird. Dies in einer Zeit, in der unser Planet mit vielen globalen Herausforderungen konfrontiert wird, darunter der Klimawandel, nachhaltige Entwicklungsziele, Terrorismusbekämpfung, illegale Migration … Der Sicherheitsrat hat schwere Krisen auf seiner Tagesordnung, die ohne eine gemeinsame Antwort der internationalen Gemeinschaft nicht gelöst werden können. Es bedarf erheblicher Anstrengungen, um in diesen vielen Fragen einen Konsens zu erzielen und Maßnahmen für den Frieden zu ergreifen. Belgien ist bereit, diese Herausforderung anzunehmen und wird dies mit Begeisterung und Überzeugung tun.

Diese Wahl markiert das Ende einer Kampagne, für die sich unsere gesamte Diplomatie eingesetzt hat und die von allen Mitgliedern der föderalen Regierung getragen wurde. Auch bei der Ausübung dieses Mandats hat sich Belgien für einen „globalen Ansatz“ entschieden, bei dem alle Ressourcen in den Bereichen Diplomatie, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit gebündelt werden, um zu einer „Konsolidierung des Friedens“, wie vom Generalsekretär der Vereinten Nationen gefordert, beizutragen.

Charles Michel, Premierminister:
„Dieses sehr gute Ergebnis ist der Lohn für fast vier Jahre diplomatischer Bemühungen auf allen Ebenen. Diese Wahl bestätigt die Glaubwürdigkeit, Effizienz und Professionalität unserer Diplomatie, die es geschafft hat, 181 Mitgliedstaaten zu überzeugen, uns ihre Stimme zu geben.  Die sie von der Ernsthaftigkeit unserer Kandidatur überzeugt hat. Die sie davon überzeugt hat, dass wir bereit sind, unsere internationale Verantwortung wieder zu übernehmen.“

Alexander De Croo, Vizepremierminister und Minister für Entwicklungszusammenarbeit:
Minister De Croo, der auch für humanitäre Angelegenheiten zuständig ist, weist darauf hin, dass Belgien der Achtung des humanitären Völkerrechts, der Menschenrechte und in Genderfragen große Aufmerksamkeit widmet. „Das Schicksal von Zivilisten, die in Konflikten leiden, insbesondere von Frauen und Kindern, muss das Hauptanliegen des UN-Sicherheitsrates sein“, sagte er.

Didier Reynders, Vizepremierminister und Minister der Auswärtigen Angelegenheiten:
„Bei der Ausübung dieses Mandats wird Belgien sicherstellen, dass es ein konstruktiver, zuverlässiger und offener Partner im Rat und für die gesamte internationale Gemeinschaft ist. Der Geist des Dialogs, der uns während der gesamten Kampagne geleitet hat, wird auch während der zwei Jahre unseres Mandats unser Handeln prägen.“