Didier Reynders spricht sich aus für mehr grenzübergreifende Zusammenarbeit auf der Deutsch-Belgischen Konferenz in Brüssel

Am Montag, dem 18. März, organisierte der stellvertretende Premierminister und Außenminister Didier Reynders die fünfte Deutsch-Belgische Konferenz im Egmont-Palast in Brüssel. Die Konferenz stand im Zeichen der Verflechtung von Belgien und Deutschland in den Bereichen Energie, Mobilität und Digitalisierung. Neben dem deutschen Außenminister Heiko Maas nahmen auch zahlreichen Entscheidungsträger aus der Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft teil, um die Zusammenarbeit in diesen Politikbereichen zu stärken und Kontakte zu knüpfen. Die Konferenz wurde vom stellvertretenden Premierminister und Minister für Arbeit, Wirtschaft und Verbraucherschutz Kris Peeters eröffnet.

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Belgiens, aber mit Rang neun ist Belgien auch ein sehr wichtiger Wirtschaftspartner für Deutschland. Belgischen Unternehmen sichern 39.000 Arbeitsplätze in Deutschland und die vielen deutschen Unternehmen in unserem Land beschäftigen 85.000 Mitarbeiter. Darüber hinaus begeben sich viele Bürger über die Grenze, um dort zu arbeiten, Einkäufe zu tätigen oder sich zu entspannen.

Ob es sich nun um die digitale Revolution, das Mobilitätsproblem oder der Energiemarkt handelt, die Vernetzung zwischen Infrastrukturen steht immer im Vordergrund, vor allem für Länder wie Belgien und Deutschland, für die der Export von zentraler Bedeutung ist. Die Anbindung unserer Infrastrukturen kann dazu beitragen, die Produktivität zu steigern, die Transaktionskosten zu senken, Zeitverluste zu vermeiden und den Informationsaustausch zu erleichtern, um eine bessere Integration unserer Märkte und mehr Wohlstand und Wachstum sicherzustellen.

Im Betracht der gesellschaftlichen Herausforderungen, die über die nationale Ebene hinausgehen, spielen grenzüberschreitenden Partnerschaften eine wichtige Rolle. Dies gilt sowohl für Investitionen in digitalen Innovationen als auch für die Produktion und intelligente Verteilung nachhaltiger Energie, um die Nachhaltigkeit unserer Energieversorgung zu gewährleisten. Auch im Bereich der Mobilität bietet die Technologie neue Möglichkeiten, die von grenzüberschreitendem Austausch von Best Practices profitieren.

Belgien und Deutschland haben sich als Gründungsmitglieder der EU schon immer für eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union eingesetzt. Beide sind auch Bundesstaaten mit einer Tradition der ständigen Konsultation zwischen allen politischen Ebenen, was auch aus der positiven und konstruktiven Atmosphäre der heutigen Debatten hervorgeht.

Neben der engen bilateralen und europäischen Zusammenarbeit, stehen Belgien und Deutschland auch auf der internationalen Bühne Seite an Seite. Das meist bedeutende Beispiel dafür ist unsere gemeinsame Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Zeitraum 2019-2020. Sowohl Belgien als auch Deutschland beabsichtigen, die europäische Zusammenarbeit auch in New York zu intensivieren. Das Arbeitsessen, das Minister Reynders Ende Januar im Egmont-Palast mit den fünf europäischen Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats und der Hohen Vertreterin im Namen der Europäischen Union, Federica Mogherini, organisierte, hat dies klar zum Ausdrück gebracht.

​Die vollständige Rede des Ministers finden Sie  hier (PDF, 163.13 KB).