Belgian Art & Diplomacy

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Leitbild

Die Kunstwerke in den öffentlichen Bereichen der diplomatischen Vertretungen und der Zentralverwaltung unterstützen eine Kernaufgabe des FPS, nämlich die Repräsentation Belgiens. Sie schaffen ein Bild von Belgien und fördern den kulturellen Dialog. Sie tragen zu einer dynamischen Arbeitsatmosphäre bei, schärfen den kritischen Geist und schaffen Möglichkeiten zur geistigen Entfaltung. Sie bieten eine Reflexion über die sich ständig verändernde Welt. Sie helfen, die Werte des Auswärtigen Amtes zu fördern, wie Respekt, Kommunikation, Transparenz, Professionalität und Nachhaltigkeit. Durch das Angebot einer vielfältigen, zeitgenössischen Palette künstlerischer Talente, die über nationale Grenzen und nationale Identität hinausgeht, stellt die Kunstsammlung eine Verbindung zur realen Welt her. Der FÖD Auswärtige Angelegenheiten will mit den Kernaufgaben des Sammlungsmanagements und einem Platz in der globalen Kunstlandschaft punkten, als verlässlicher, professioneller Partner mit einem scharfen Profil und seiner Sammlung als starker Marke.

Positionierung, Sammlungsprofil und Zusammenarbeit

Die Kunstsammlung des FÖD Auswärtige Angelegenheiten kann als halböffentliche Unternehmenssammlung beschrieben werden, die für jedermann zugänglich ist. Es ist eine Sammlung, die Teil des belgischen Staates ist. Die Sammlung gehört neben die Sammlungen anderer föderaler Ministerien und föderaler wissenschaftlicher Einrichtungen, sammlungsverwaltender Institutionen (Parlamente, Universitäten, Königlicher Palast, etc.), Unternehmenssammlungen (Finanzinstitute), Museen und Kunstzentren. Die Verwaltung der Sammlung ist am ehesten mit der der Außenministerien anderer Länder vergleichbar. Hier sind ein paar Beispiele: 

Verwaltung der Sammlung

Das Management der Kunstsammlung konzentriert sich auf vier Kernaufgaben: Inventarisierung & Dokumentation, Sammeln, Konservierung und Restaurierung und schließlich die Präsentation. Die Politik wird von Brüssel, genauer gesagt von der Abteilung für Kunsterbe, definiert.

Sammlungspolitik

Die Sammlung hat sich seit der Gründung des belgischen Staates im Jahr 1830 organisch aufgebaut. Seitdem, und insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, wurden diplomatische Vertretungen im Ausland eröffnet. Heutzutage sind etwa 240 Gebaude über die ganze Welt verstreut.

Das Kunsterbe umfasst mindestens 4500 Werke, etwa 600 Gemälde, etwa 500 Wandteppiche, etwa 3000 Arbeiten auf Papier und etwa 200 Skulpturen, vom 16. Jahrhundert bis heute. In jüngerer Zeit sind weitere Medien hinzugekommen, wie Fotografie, Mischtechniken, Installationen und Videos sowie In-situ-Arbeiten. Fast alle Kunstwerke sind dauerhaft ausgestellt. Manchmal kommen sie vorübergehend zur Restaurierung oder zum Versand an einen anderen Ort nach Brüssel. Die Neuerwerbungen konzentrieren sich auf zeitgenössische Kunst, hauptsächlich belgische Kunst sowie - nach Prospektion - lokale Künstler. Sie arbeiten auf Projektbasis. Das externe Kunstankaufs- und Beratungskomitee, das sich aus externen Experten und internen Mitgliedern der Organisation zusammensetzt, spielt sowohl in der Prospektion als auch in der Validierungsphase eine Rolle. Das Endergebnis sind die "kuratierten Botschaften und Residenzen". Um eine Vorstellung von der Sammlung zu bekommen, folgen die Namen von 100 zeitgenössischen Künstlern, deren Werke in der Sammlung des FÖD Auswärtige Angelegenheiten enthalten sind:

Francis Alÿs - Nobuyoshi Araki - Carla Arocha-Abel Auer - Virginie Bailly - Sammy Baloji - Charlotte Beaudry - Charif Benhelima - Marcel Berlanger - Lieve Blancquaert - Guy Bleus - Delphine Boël - Sébastien Bonin - Mon Colonel & Spit - Berlinde De Bruyckere - Celine Butaye - Patrick Van Caeckenbergh - Sarah Carlier - Fia Cielen - David Claerbout - Sara Conti - Delphine Deguislage - Carl De Keyzer - Edith Dekyndt - Colin Delfosse - Ronny Delrue - Wim Delvoye - Alfred d’Ursel - Fred Eerdekens - Hadassah Emmerich - Thierry Falisse - Michel François - Lara Gasparotto - Kaif Ghaznavi -Tina Gillen - Shilpa Gupta - Mona Hatoum - Kati Heck - Ann Veronica Janssens - Viviane Joakim - Reina Saina Kallat - Nikita Kadan - Eddy Kamuanga Ilunga - Anish Kapoor -Marin Kasimir - Jean Katambayi Mukendi - Anne-Mie Van Kerckhoven - An-Sofie Kesteleyn - Aglaia Konrad - Sophie Kuijken - Marie-Jo Lafontaine - Sophie Langhor - Corinne Lecot - Elisabeth Lecourt - Namsa Leuba - Emilio Lopez Menchereo - Mark Luyten - Sarah Van Marcke - Cécile Massart - Michäel Matthys - Marcelo Moscheta - Aimé Mpane - Johan Muyle - Maryam Najd - Otobong Nkanga - Aimé Ntakayica - Sophie Nys - Hans Op de Beeck - Goedele Peeters - Max Pinckers - Marina Pinsky - Tinka Pittoors - Benoît Platéus - Marie-Françoise Plissart - Bernard Queeckers - Kelly Schacht - Georges Senga - Stefan Serneels - Helmut Stallaerts - Bart Stolle - Elly Strik - Walter Swennen - Johan Tahon - Pascale Marthine Tayou - Ana Torfs - Luc Tuymans - Sarah Vanagt - Koen van den Broek - Maarten vanden Eynde - Carole Vanderlinden - Catherina Van Eetvelde - Rinus Van De Velde - Yves Velter - Angel Vergara - Pieter Vermeersch - Katrien Vermeire - Ana Vester - Leen Voet - Jeff Wall - Sophie Whettnall

Ausstellungspolitik

Der Egmont-Palast ist ein noch unbekanntes Juwel im kulturellen Herzen der belgischen Hauptstadt, nur einen Steinwurf von den Königlichen Museen der Schönen Künste, dem Bozar, dem Königlichen Palast und dem Kleinen Sablon entfernt.  

Seit 2012 werden in diesem Palast anlässlich des belgischen Nationalfeiertags am 21. Juli Sommerausstellungen organisiert. Diese Ausstellungen sind für die Allgemeinheit frei zugänglich und haben ein sehr vielfältiges Angebot. Jedes Mal ziehen sie rund 5.000 Besucher an, 2015 sogar bis zu 12.000, darunter Kulturerbe-Enthusiasten, Kunstliebhaber, Brüssel-Begeisterte, Touristen sowie zufällige, neugierige Passanten.

Diese Ausstellungen werden vom internen Kunstkomitee, dem "kunstcomitéd'art", und dank der Hilfe von verschiedenen Diensten und Freiwilligen realisiert.

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Kunstcomitéd'art

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art@diplobel.fed.be